PRESSEMITTEILUNG

BSW lehnt militärische Nutzung des Flughafens Parchim entschieden ab

 

Ludwigslust-Parchim, 30.03.2026

Die mögliche militärische Nutzung des Flughafens Parchim sorgt im Landkreis Ludwigslust-Parchim weiterhin für intensive Diskussionen.

Die Kreistagsfraktion BSW-FH positioniert sich in dieser Frage eindeutig gegen eine militärische Nutzung des Standorts.
Aus Sicht der Fraktion sollte die Zukunft des Flughafens auf zivile Entwicklung, regionale Wirtschaft und langfristige Perspektiven für die Bevölkerung ausgerichtet sein.

Eine militärische Nutzung würde nach Einschätzung des BSW weder zu nachhaltiger regionaler Wertschöpfung beitragen noch den Entwicklungszielen des Landkreises entsprechen.

Peter Schabbel, Fraktionsvorsitzender der Fraktion BSW-FH im Kreistag Ludwigslust-Parchim und Vorsitzender des BSW in Mecklenburg-Vorpommern, erklärte dazu im Kreistag:

„Ich kann nicht anders, als in dieser Sache sehr deutlich zu werden.

Der Flughafen Parchim war im Zweiten Weltkrieg unter den Nationalsozialisten einer der größten Militärflughäfen Deutschlands. Möglicherweise gibt es auch heute noch Menschen, die darauf stolz sind.

 

 

Wir, das BSW und unsere Fraktion im Kreistag lehnen eine militärische Nutzung des Flughafens Parchim-Schwerin ab.

Mehr noch:

Wir kündigen an, gegen die militärische Nutzung des Flughafens mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln kreis- und länderübergreifend zu demonstrieren.“

Peter Schabbel PRESSEMITTEILUNG Flughafen Parchim BSW lehnt militärische Nutzung

Schabbel betonte zudem die grundsätzliche Haltung seiner Fraktion:

„Rüstungs- und Militärwirtschaft stellen keine regionale Wertschöpfung dar, sondern belasten die Umwelt und gefährden die Menschen in der Region.

Wir appellieren an das Gewissen aller Kreistagsmitglieder und Menschen unserer Region, sich gegen eine erneute militärische Nutzung auszusprechen.“

 

Neben den sicherheits- und umweltpolitischen Fragen sieht die Fraktion auch erhebliche Auswirkungen auf die regionale Entwicklung. Militärische Infrastruktur unterliegt in der Regel Entscheidungen des Bundes. Damit verbunden sind häufig Einschränkungen für kommunale Planung und regionale Entwicklung, etwa bei Bauleitplanung, Infrastrukturprojekten oder Flächennutzungen im Umfeld eines Militärstandortes.

Aus Sicht des BSW würde eine solche Entwicklung den Einfluss des Landkreises auf seine eigene Regionalplanung deutlich reduzieren.

Schabbel kritisierte in der Debatte im Kreistag zudem die politische Unterstützung entsprechender Anträge:

„Die AfD zeigt mit diesem Antrag ihr wahres Gesicht und ist eben keine Partei, die für den Frieden eintritt. Ebenso wie die etablierten Parteien sich an Kriegswirtschaft und Kriegsvorbereitung beteiligen. Wir lehnen deshalb beide Anträge mit Entschiedenheit ab.“

Die BSW-Fraktion kündigte an, die Diskussion über die Zukunft des Flughafens Parchim weiterhin aufmerksam zu begleiten. Ziel sei eine transparente Debatte über die langfristige Entwicklung des Standorts im Interesse der Bürgerinnen und Bürger der Region.

 

Kontakt für Rückfragen:
BSW Kreistagsfraktion Ludwigslust-Parchim
info@bsw-kreistag-lup.de oder kontakt@bsw-lup.de

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